Eine kleine Geschichte zum Nachdenken
- Alex Marx

- 12. Dez. 2024
- 2 Min. Lesezeit
Ihr lieben Menschen.
Heute möchte ich mit euch eine Geschichte teilen, welche mich daran erinnerte, wie wertvoll es ist, sich immer wieder Zeit und Ruhe zu schenken um in seiner Kraft zu bleiben.
Viel Spaß beim Lesen.
Der Holzfäller
Es war einmal ein junger Holzfäller.
Dieser hatte seine Ausbildung gerade vollendet und eine neue Anstellung gefunden.
Nun wollte er in der Gunst des Meisters schnell aufsteigen und sich beweisen.
Er ging an seinem ersten Tag voller Kraft und Freude an Werk. Mit Leichtigkeit und voller Tatendrang, fällte er fünf Bäume und ging nach getaner Arbeit, stolz auf seine Leistung heim.
In der Nacht lag er wach und dachte über seine Leistung nach: " Nun fünf Bäume sind schon ganz gut" sprach er zu sich selbst. "Aber morgen, werde ich sechs fällen".
Er ging also am Morgen früh in den Wald und machte sich ans Werk.
Aber statt der vorgenommenen sechs. Schaffte er wieder "nur" fünf Bäume.
Vor sich hin grummelnd ging er Heim. Er wollte doch sechs Bäume fällen!
Er ging früh ins Bett, stand mit dem ersten Vogel auf, zog in den Wald und hackte los.
Aber an diesem Tag schaffte er nur vier Bäume.
Und so ging es immer weiter.
Voller Ehrgeiz stürzte er sich jeden Tag in die Arbeit. Aber nichtmehr fröhlich und mit Leichtigkeit. Sonder von Ernst und Selbstzweifeln geprägt.
Was würde der Meister über ihn denken? Was die anderen Holzfäller?
Er gab sich alle Mühe. Aber es wurden von Tag zu Tag weniger Bäume, welche er fällte.
So kam es, das er eines Abends zu seinem Meister ging, um sich für seine "schlechte" Arbeit zu entschuldigen und ihm sein Leid zu klagen. Er würde gerne mehr schaffen. Aber es sei ihm einfach nicht möglich.
Der Meister hörte sich in aller Ruhe seine Geschichte an.
Nachdem der junge Holzfäller geendet hatte, bat ihn der Meister, ihm die Axt zu geben.
Der junge Holzfäller gab die Axt nur zögerlich, da er damit rechnete nun entlassen zu werden.
Der Meister betrachtete lange die Axt. Er besah sich den Stiel, die Verkeilung, das Axtblatt.
Alles mit einer tiefen Liebe und Gelassenheit.
Dann blickte er dem Jungen in die Augen und stellte nur eine Frage:
"Wann hast du dir zuletzt einen Tag genommen um deine Axt zu schärfen?"




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